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Wie AWAKEN entstanden ist

Ich möchte erzählen, wie AWAKEN entstanden ist.

Die Idee dazu kam im Frühjahr 2020, gemeinsam mit Gabi Laszinger. Damals hatte ich ein Coaching-Mandat für ein vollständig virtuelles Start-up in Osteuropa, das im Krypto-Bereich tätig war. Es war die Corona-Zeit. Vieles lief entkoppelt von dem, was sonst über direkte Begegnung, Präsenz und Beziehung spürbar wird. Und genau in diesem Kontext ging es darum, ein virtuelles Team und auch das Management in seiner Entwicklung zu begleiten.


Ich habe Gabi damals an Bord geholt, weil sie etwas mitbrachte, das in diesem Feld wesentlich war: jahrzehntelange Erfahrung im Aufbau und im Tragen von Organisationen. Mit ihrer Hilfsorganisation Happy Children kennt sie nicht nur die Entstehung von Strukturen, sondern auch deren gelebten Betrieb, den Umgang mit Veränderung und vor allem die Führung von Menschen in herausfordernden Kontexten. Sie brachte eine Form von Klarheit, Erfahrung und Menschlichkeit mit, die für mich in diesem Setting sehr wertvoll war.


Als Erfolg seinen Preis zeigte

In diesen zwei Monaten haben wir mehr Geld verdient als je zuvor in so kurzer Zeit.

Und gleichzeitig hatte das einen Preis.

  • Einen mentalen.

  • Einen psychischen.

  • Einen energetischen.

  • Einen körperlichen.


Wir haben sehr schnell gespürt, dass wir in einem System wirkten, das wir auf Dauer nicht mittragen wollten. Nicht, weil wir es nicht gekonnt hätten, sondern weil es unseren eigenen ethischen und moralischen Werten widersprach. Nach zwei Monaten haben wir die Reißleine gezogen. Wir haben nichts Weiteres mehr angeboten, weil für uns klar war, dass wir dieses System so nicht weiter unterstützen können.


Diese Erfahrung war verstörend. Sie hat mir auf eine unbequeme Weise gezeigt, wie schnell Menschen in Dynamiken geraten können, in denen sich Macht, Entkopplung und fehlende Bewusstheit verselbständigen. Und obwohl all das nur im virtuellen Raum stattfand, war die Wirkung sehr real.

Aus genau dieser Erfahrung heraus entstand die Idee von AWAKEN.

AWAKEN ist nicht aus einer Strategie entstanden, sondern aus der Notwendigkeit, Erfolg, Ethik und innere Wahrheit nicht länger voneinander zu trennen.

Die erste Vision

Die ursprüngliche Vision war, ein Unternehmen aufzubauen, das einen Beitrag zu mehr Bewusstheit in Unternehmen leistet. Unsere Zielgruppe waren damals die Menschen mit großem Hebel — diejenigen, die an entscheidenden Stellen sitzen, führen, prägen und Richtung geben.

Denn ich glaube bis heute, dass es eine enorme Wirkung hätte, wenn Menschen in Verantwortung nicht nur funktional erfolgreich sind, sondern auch in ihrer Bewusstheit wachsen. Wenn diejenigen, die entscheiden, mit mehr Klarheit, Tiefe und innerer Reife handeln, verändert das nicht nur Unternehmen, sondern auch Teams, Kulturen und letztlich das, was wir gemeinsam in die Welt bringen.

Das war groß gedacht. Und vielleicht war es an manchen Stellen auch größer, als wir es damals innerlich schon tragen konnten.

Wir haben uns verglichen. Mit anderen. Mit dem, was bereits sichtbar war. Mit dem, was wir glaubten sein zu müssen. Und in diesem Vergleichen entstand nach und nach das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Nicht klar genug. Nicht weit genug.

Vielleicht war nicht die Vision das Problem. Vielleicht fehlte uns damals noch die Verwurzelung in uns selbst.


Was danach kam

AWAKEN habe ich später dennoch alleine gegründet. Nicht aus einem großen visionären Moment heraus, sondern zunächst aus einem sehr praktischen Grund: Ich brauchte für ein Mandat eine GmbH.

Wenn ich ehrlich bin, war die Gründung damals nicht nur Ausdruck einer klaren Mission. Sie war auch pragmatisch. Ich wollte mit dem Mandat Geld verdienen, und dafür brauchte es diese Form. Für die Gründung habe ich zum ersten Mal seit sehr langer Zeit meine Mutter um Geld gebeten.

Auch das gehört zur Geschichte. Nicht nur die Idee. Nicht nur das Visionäre. Sondern auch die schlichten, verletzlichen und notwendigen Schritte dazwischen.

Inzwischen bin ich seit vier Jahren in diesem Mandat. Und ich bin dankbar dafür, weil es mir viele Räume für Entwicklung eröffnet hat.


Denn die letzten vier Jahre waren auch eine Reise zu mir selbst. Erst unbewusst. Dann bewusster. Und mit dieser Reise kamen immer klarere Fragen:


  • Was ist eigentlich mein Kern?

  • Wofür stehe ich?

  • Und wofür will ich wirklich stehen?


Vielleicht beginnt genau dort die eigentliche Geschichte von AWAKEN. Nicht bei einer Geschäftsidee. Nicht bei einer Gründung. Sondern bei der ehrlichen Auseinandersetzung mit dem, was in mir wahr ist.


Heute ist AWAKEN für mich der Raum, in dem sich genau diese Fragen weiter verdichten:

  • Wie führen wir, ohne uns zu verlieren?

  • Wie handeln wir wirksam, ohne uns vom Wesentlichen zu entkoppeln?

  • Und was wird möglich, wenn Bewusstheit nicht Randthema, sondern Grundlage wird?


Wenn dich diese Fragen berühren, findest du in Visionaries Unfolding einen Raum, in dem genau solche Bewegungen Tiefe bekommen.

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